Immobilien, Wohnen, Schweiz

ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex steigt und steigt

DOMBLICK-Beitrag ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex Q3-2020_VÖD 20201111 Grafik (c) ZKB

Im dritten Quartal 2020 sind die Wohneigentumspreise im Kanton Zürich um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Q2-2020) gestiegen. Der Vergleich mit dem Vorjahresquartal (Q3-2019) zeigt ein Wachstum von 5,2 Prozent. Diese Zahlen stammen aus dem jüngsten ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Zum Vorjahresquartal und somit im sogenannten Year-on-Year-(YoY)-Vergleich ist die Entwicklung aller ZWEX-Subindizes positiv. So stieg der Preisindex im Gebiet See (Stadt Zürich plus vorwiegend Gemeinden am Zürichsee; im Bild oben dunkelblau) um 7,0 Prozent. Im Gebiet Regio (suburbane Gemeinden im Einzugsgebiet der Stadt Zürich und der Stadt Winterthur; hellblau oben im Bild) kletterte er um 3,3 Prozent. Im Gebiet Land (vorwiegend ländliche Gemeinden im Kanton Zürich; im Bild oben türkis) ging es um 5,9 Prozent nach oben.

Wertverdoppelung in knapp 15 Jahren

In der Stadt Zürich und in den Seegemeinden liegen die Preise für Wohneigentum am höchsten. Im mittleren Preissegment finden sich die suburbanen Gemeinden sowie im tiefsten die ländlichen Gemeinden. Das zeigt sich etwa auch an den Indexständen (Index =100, Stand: erstes Quartal 2006) respektive in der Preisentwicklung. Der Indexwert im Gebiet See liegt mittlerweile bei 209,73, so dass dieser nun im 15-Jahre-Vergleich mehr als doppelt so hoch ist.

Dahingegen liegen die Indexwerte in den beiden anderen Regionen (noch) unter der 200er-Marke. Für das Gebiet Regio ergibt sich ein momentaner Indexstand von 185,77 und für das Gebiet Land ein Wert von 176,63. Der gesamte ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex über alle drei Regionen hinweg bzw. für den gesamten Kanton Zürich beträgt 193,26 und wird bei anhaltender Dynamik wohl im kommenden Jahr 2021 die Marke von 200 überspringen.

Datenbasis ist der Swiss Real Estate Datapool

Der ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex bildet die qualitätsbereinigte Preisentwicklung basierend auf Freihandtransaktionen nach der hedonischen Methode ab. Die Regionalisierung der Subindizes erfolgt anhand des Preisniveaus einer Ortschaft. Die Bildung der Regionen erfolgt so, dass in den günstigsten Gemeinden (Land) und in den teuersten Ortschaften (See) ungefähr je 25 Prozent der Transaktionen stattfinden. Sonstige Gemeinden mit mittlerem Preisniveau finden sich im ZWEX-Indexgebiet Regio.

Der quartalsweise berechnete Index zeigt seit 1980 die Entwicklung der Marktpreise für Wohneigentum im Kanton Zürich mit seinen gesamthaft über 160 Gemeinden. Als Datenbasis dienen ab dem Jahr 2006 die Freihandtransaktionen aus dem Swiss Real Estate Datapool (SRED). Mit rund 900 Transaktionen pro Quartal im Kanton Zürich ist der SRED die Datenquelle mit den meisten verfügbaren Marktinformationen im Segment der Wohnimmobilienverkäufe.

Hedonische Qualitätsanpassung

Die Qualitätsbereinigung des ZWEX Zürcher Wohneigentumsindex erfolgt mit Hilfe der sogenannten hedonischen Qualitätsanpassung («Hedonic Repricing»). Die Preisentwicklung für Wohneigentum wird mit konstanter Ausstattung (Grösse, Qualität, Lage etc.) erfasst. Es ermöglicht gemäss ZKB «eine präzise und zeitabhängige Modellierung der Marktpräferenzen hinsichtlich Lage, Objektgrösse, Ausbaustandard usw.»

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