3 Fragen an Bettina*

Bettina Timmler
Bettina Timmler

Warum eigentlich Domblick?

Ich lebe in einer der schönsten Städte Deutschlands und der Kölner Dom hat mich bei meinem ersten Besuch an einem Novemberabend in Köln fasziniert, wie er im Nebel und gedämpften Licht so vor mir stand. Der Dom ist ein imposantes Bauwerk, er strahlt etwas Mystisches sowie eine unglaubliche Ruhe aus. Ob im Dom oder oben drauf, der Blickwinkel verschiebt sich und mit der anderen Perspektive auch die Sicht auf die Themen. Es gibt in Deutschland und Europa eine Vielzahl dieser Bauwerke. Die Immobilienwirtschaft würde wohl hier von einer Sonderimmobilie sprechen.

Weshalb neue Perspektiven?

Es gibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz viele gute Medien auf dem Markt. Mit der Domblick-Redaktion wollen wir bei ausgewählten Themen hinter die Kulissen schauen (Stichwort: Storytelling). Wir lassen interessante Persönlichkeiten, unabhängig von der Unternehmensgröße oder Position in der Immobilienbranche, zu Wort kommen. Eine neue Perspektive ist auch die anteilsmäßige und gleiche (50:50) Darstellung von Frauen und Männern auf unserem Onlineportal. Gleichstellung quasi als Gebot.

Frauen in der Immobilienbranche – wie siehst Du deren Status heute?

Deren Wert in der Immobilienbranche steigt, doch es gibt noch immer viel Luft nach oben. Ich habe auf der MIPIM 2019 erfreut festgestellt, dass der Anteil der Frauen im Vergleich zu den vergangenen Jahren weiter gestiegen ist. Sie sind nun stärker sichtbar in der Branche (vor allem auch die Generation Y), und es gibt bereits einige Frauen in Führungspositionen, die Vorbildfunktion haben. Langsam erkennen die Unternehmen, dass Frauen in Zeiten des Fachkräftemangels eine entscheidende Ressource sind und gemischte Teams nachweislich erfolgreicher agieren.

*: Bettina ist seit 2006 Mitglied im Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V. Die Kommunikations- und PR-Expertin leitet neben ihrer Agentur comm. pass in Köln seit 2011 erfolgreich die Regionalgruppe im Rheinland mit über 145 Mitgliedern. Der Verein bietet seinen Mitgliedern mit zahlreichen Fach- und Netzwerkveranstaltungen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks.
Im Jahr 2020 feiert der Verein sein 20-jähriges Jubiläum. Dieser setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Branche ein, fördert den weiblichen Nachwuchs, bringt “mehr Frauen in Führung” und macht die Frauen sichtbarer. Der jährlich stattfindende Bundeskongress VISIONALE und die Veranstaltungen auf den Messen EXPO REAL und MIPIM finden branchenweit Resonanz.

 

3 Fragen an Mathias**

Mathias Rinka
Mathias Rinka

Warum eigentlich Domblick?

An vielen Orten ist der Dom das höchste Gebäude. Für mich ein idealer Ort für einen tollen Blick über die Stadt. Der Blick von oben bietet ganz neue Perspektiven. In neuen Städten gehe ich gerne an den höchsten Punkt für eine erste Aussicht, sei es auf einen nahen Berggipfel oder eine der höchsten Immobilien, wenn sie öffentlich zugänglich sind. Diese neuen Perspektiven möchten wir auch mit Domblick bieten. Wir kuratieren Inhalte und bringen so den Lesern die wichtigen Themen und Trends der Branche näher – auf einem Portal, auf einem Blick.

Weshalb neue Perspektiven?

Die Immobilienbranche befindet sich im Umbruch. Einige sprechen gar von einer Revolution, einer digitalen Revolution. Hier lohnt es sich genau hinzusehen und den Überblick zu bewahren. Über neue Trends, über neue Ideen und Unternehmen (PropTechs!), über Frauen und Männer, die die Immobilienwirtschaft formen und verändern. Die Domblick-Redaktion will diese Persönlichkeiten und Entwicklungen zeigen und ihnen mit unserem Online-Magazin ein Gesicht und eine Plattform bieten.

Was fasziniert Dich so an der PropTech-Szene?

Hier trifft die junge Garde auf die alte Generation – ein sehr spannender Kosmos. Die Startups bringen frischen Wind in die Immobilienbranche, die davon nur profitieren kann. Neue Akteure tauchen auf, traditionelle Unternehmen verändern sich und erfinden sich neu. Neue Perspektiven tun sich auf, neue Allianzen, neue Kooperationen und neue Geschäftsfelder. Die Digitalisierung ist Veränderung, für manche bedeutet sie neuen Erfolg, für andere ist sie Weckruf und vielleicht sogar Disruption eines etablierten Geschäftszweiges.

**: Mathias schreibt seit über 20 Jahren bevorzugt über Themen in der Immobilienwirtschaft. Der freiberufliche Autor, geboren in Wiesbaden, lebte lange Zeit in Freiburg/Breisgau, Köln und Sydney/Australien. Seit Mitte 2014 ist sein Wohn- und Arbeitsort die Schweizer Finanzmetropole Zürich. Von dort aus beobachtet, beschreibt und beurteilt er die fortschreitende Digitalisierung der Immobilienbranche.