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Immofrauen: Neue Nachwuchsförderpreise in Berlin vergeben

DOMBLICK-Beitrag 20201013_Lara Sophie Kuttruf_Klarissa Klotschke_Immofrauen Nachwuchsförderpreis 2020_Preisträgerinnen_2+3 Masterarbeit Bachelorarbeit (c) Bilder von Katja Bartz - Berlin

Bereits zum achten Mal hat der deutsche Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft seinen Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis für exzellente Akademikerinnen verliehen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Verleihung erstmals im ZIA-Hauptstadtstudio in Berlin statt und nicht wie gewohnt auf der Immobilienmesse Expo Real in München.

Die Namen der drei Preisträgerinnen in den verschiedenen Kategorien lauten Dr. Stephanie Heitel (Dissertation), Klarissa Klotschke (Master) und Lara Sophie Kuttruf (Bachelor). Für ihre hervorragenden Studienarbeiten erhalten sie jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro sowie eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft im Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft.

Die Preisträgerinnen 2020 in den Kategorien Dissertation, Master und Bachelor

Stephanie Heitel reichte ihre Dissertationsarbeit mit dem Thema «Wohnungsunternehmen im Interessenkonflikt – Entwicklung eines Stakeholder-orientierten Managementansatzes» ein. «Unternehmen in der Wohnungswirtschaft wird vorgeworfen, sich zu sehr an den Shareholder-Interessen auszurichten. Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ist aber gerade beim Thema Wohnen essentiell. Um die begrenzten Mittel zielführend einzusetzen, müssen die konkreten Anforderungen vor Ort bekannt sein. Dafür ist es entscheidend die Erwartungen der Stakeholder zu kennen», sagte Heitel später, die in Berlin nicht vor Ort sein konnte.

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Preisträgerin Dr. Stephanie Heitel (Bild: zVg)

«Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ist gerade beim Thema Wohnen essentiell.»

Klarissa Klotschke (im Titelbild rechts) entschied sich bei ihrer Masterarbeit für das Thema «Potentiale und Herausforderungen des agilen Projektmanagements in der Immobilienprojektentwicklung» ein. «Projektentwicklung ist für mich schon immer faszinierend und in Kombination mit agilem Projektmanagement als einen aktuellen und spannenden Ansatz, ergab sich für mich das perfekte Thema für meine Masterarbeit», so Klotschke bei der Preisübergabe in Berlin. Sie und Heitel studierten an der Technischen-Hochschule Darmstadt (Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre) bei Prof. Dr. Andreas Pfnür.

Lara Sophie Kuttruf (im Titelbild links) thematisierte in ihrer Bachelorarbeit bei Prof. Dr. Bernd Bodenbach an der TH Aschaffenburg (Fakultät Wirtschaft und Recht) die «Herausforderungen bei der Nutzung von KfW-Fördermitteln für die Sanierung von Wohngebäuden». «Nur circa ein Viertel aller Sanierer nehmen Fördermittel in Anspruch. Theoretisch sollen die KfW-Förderungen die Sanierung von Wohngebäuden voranbringen und somit einen erheblichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten. Die Gründe, weshalb dies in der Praxis bisher nur bedingt der Fall war, werden in meiner Thesis (…) untersucht», erklärte Kuttruf bei der Entgegennahme des Preises des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft (Immofrauen).

Erste Reaktionen der Immofrauen

«Die Frauen sind top ausgebildet und mit unserem Verein bieten wir dem akademischen Nachwuchs eine ideale Plattform, um sich ein bundesweit agierendes Netzwerk für ihre Karriere aufzubauen. Mit diesem Preis machen wir in der Branche gezielt den weiblichen Nachwuchs sichtbar», erläutert Immofrau Evelyn Haindl-Mehlhorn, die das Projekt Nachwuchsförderung im Verein seit dem Jahr 2013 betreut.

«Wir sind stolz darauf, wie gut etabliert dieser wichtige Nachwuchspreis inzwischen in der Branche ist. Und die Immobilienbranche kann stolz auf den hervorragenden Nachwuchs sein. Auch dieses Jahr hat sich bewahrheitet: Es gibt genügend weibliches Potenzial, das diverse Teams bereichern kann und wird», freute sich Katrin Williams, Vorstandsvorsitzende der Immofrauen und Vertriebsleiterin Ost für die DOK SYSTEME Ingenieurgesellschaft für Kommunikationstechnik GmbH.

«Der Nachwuchsförderpreis fördert das Selbstbewusstsein seiner Preisträgerinnen und wirkt als Katalysator für ihre weitere Karriere wie bei den bisherigen Preisträgerinnen ersichtlich», zeigte sich Jury-Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Regina Zeitner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin begeistert.

Offizielle 20-Jahre-Jubiläumsfeier wohl erst im November 2021

Der Nachwuchsförderpreis trägt seit dem Jahr 2014 den Namen der damals überraschend verstorbenen Vereinsgründerin Ingeborg Warschke. Die Einreichungsfrist für den Nachwuchsförderpreis 2021 ist voraussichtlich der 18. Juni kommenden Jahres.

Der Verein, der seit dem Gründungsjahr 2000 in der deutschen und internationalen Immobilienbranche aktiv ist, wird das 20-Jahre-Jubiläum aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich erst im November 2021 in Frankfurt am Main offiziell mit seinen Mitgliedern und zusammen mit Förderern und Freunden feiern können.

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