Immobilien, Wohnen, Immobilien-Frauen, Schweiz

Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz: Neue Präsidentin gewählt

DOMBLICK-Beitrag Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz Neue Präsidentin Eva Herzog VÖD 20200707

Die Delegierten des Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz haben Ende Juni 2020 die Basler Ständerätin Eva Herzog zur neuen Präsidentin gewählt. Sie folgt auf den Luzerner Alt-Nationalrat Louis Schelbert, der nach zwölf Jahren als Präsident an der Verbandsspitze zurücktritt.

Mit Eva Herzog trete «eine erfahrene Politikerin an die Spitze des Verbands, die sich bereits als Regierungsrätin für den gemeinnützigen Wohnungsbau stark gemacht hat und nun auch im nationalen Parlament die Interessen des Verbands vertritt», heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem wählten die Delegierten mit Nathanea Elte (Präsidentin ABZ und Präsidentin Stiftung Solinvest aus Zürich), Muriel Thalmann (Grossrätin des Kantons Waadt aus Pully) und Manuela Weichelt (Nationalrätin Zug) drei neue Mitglieder in den Vorstand des Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz.

Weiteres Wachstum und Ausbau des Lobbyings

Die neue Präsidentin und der erweiterte Vorstand wollen das politische Lobbying ausbauen und die Wachstumsstrategie des Verband Wohnungsgenossenschaften vorantreiben. Mit Eva Herzog gewinne der Verband ausserdem eine erfahrene Persönlichkeit, «der das genossenschaftliche Bauen und Wohnen ein Anliegen ist und die sich als Regierungsrätin intensiv für die Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus eingesetzt hat», heisst es weiter.

«Ich freue mich, mich nun auch auf nationaler Ebene für die Anliegen der gemeinnützigen Wohnbauträger zu engagieren», sagte Herzog im Anschluss an ihre Wahl. Sie sei überzeugt, dass die Branche wachsen müsse. «Die gemeinnützigen Wohnbauträger schaffen nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern bieten auch eine besondere Qualität des Zusammenlebens und Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen. Ein grosser Teil der Bevölkerung wünscht sich mehr gemeinnützigen Wohnungsbau. Hier müssen wir ansetzen.»

Die Anzahl Wohnungen in der Schweiz beträgt nach Angaben des BFS Bundesamt für Statistik rund 4,5 Millionen (2018). Hiervon sind circa sieben Prozent im Besitz von Wohnbaugenossenschaften.

Ausreichende Versorgung mit Genossenschaftswohnungen angestrebt

Der Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz ist die Dachorganisation von mehr als 1.200 Wohnbaugenossenschaften und weiteren gemeinnützigen Wohnbauträgern mit insgesamt 153.929 Wohnungen (Stand: Ende 2019). Per Ende 2019 zählte der Verband 1.211 aktive Mitglieder in neun Regionalverbänden plus der Sektion Tessin. Hinzu kommen 21 assoziierte Mitglieder.

Der 1919 gegründete Verband der gemeinnützigen Wohnbauträger steht im Dienst seiner Mitglieder, die auf gemeinnütziger Grundlage preisgünstigen Wohnraum erstellen und bewirtschaften. Zusammen mit ihnen strebt er in der ganzen Schweiz eine ausreichende Versorgung mit preisgünstigem, vorzugsweise genossenschaftlichem Wohnraum an.

Vorheriger ArtikelNächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.