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«Mentoring bricht Strukturen auf»

Miriam Dippe, Media Relations wipswiss und Senior Consultant bei IRF, über Sinn, Zweck und Nutzen von Mentoring-Programmen in der Immobilienbranche:

«Diversity» ist das Buzz-Word der Stunde. Es wird vor allem auf Vorstandsebene heiss diskutiert und in Konzernen grossgeschrieben. Die Wirtschaft hat verstanden: Es braucht Vielfalt, frischen Wind und flexible Strukturen, um die besten weiblichen Talente zu engagieren und zu halten – und somit auch vermehrt Frauen auf allen Hierarchiestufen. Denn es gibt sie, die gut ausgebildeten, kompetenten Frauen, die Verantwortung übernehmen möchten und dies bereits vermehrt tun. Gerade in der bisher eher männerdominierten Immobilienbranche.

Vernetzen, integrieren und sichtbar machen. Dies schreiben sich daher Immobilennetzwerke wie wipswiss auf die Fahnen und bieten engagierten Immo-Frauen eine Plattform für den Austausch. Vertieft und gezielt gefördert werden kann dieser Austausch durch ein Mentoring-Programm. Mentees erweitern damit ihre Fähigkeiten im Hinblick auf ihre konkreten Bedürfnisse und ihre Ausgangslage. Sie profitieren vom Wissen der Mentoren – sowohl von fachlichen Kompetenzen, wie etwa Verhandlungstechniken, aber auch von persönlichen, etwa Durchsetzungsfähigkeit, oder auch von situationsspezifischem Wissen und karrierespezifischem Know-how. Immobilienfrauen am Anfang ihrer Karriere erhalten Unterstützung durch ältere und erfahrenere Persönlichkeiten. Oder auch anders herum, denn Mentoring ist keine Altersfrage. Es ist ein Austausch auf Augenhöhe, das Teilen von Erfahrungen, der Zugang zum Netzwerk und die Sichtbarkeit. Auch bei einer beruflichen Neuorientierung kann ein Mentoring neue Wege aufzeigen, reflektieren und Ideen geben.

Mentoring bricht Strukturen auf und fördert Talente. Mentees erleben Mentoren aus dem Immobilienbereich und deren Netzwerk als Ressource für ihre Karriere. Denn durch einen Mentor oder eine Mentorin erhalten qualifizierte Frauen Zugang zu bisher für sie verschlossenen Kreisen. Sie erlangen Bekanntheit dort, wo Entscheidungen getroffen werden. Drei wichtige Elemente des Mentorings:

  • Erhöhte Sichtbarkeit in der Immobilienbranche: Mentees werden nicht nur für Mentoren und deren Netzwerk sichtbar, der Mentee erhält zudem Einblicke in Strukturen und Unternehmen. Welche Türen offenstehen, welche Wege eingeschlagen werden können und welche Karriereziele gesteckt werden können oder wo ein Wiedereinstieg gelingen könnte, erschliesst sich Mentees durch die Insights des Mentors. Dies trägt auch zu einer gesteigerten Transparenz im Immobilienmarkt.
  • Netzwerken ist das A und O: Netzwerker sind in der Immobilienbranche gefragt, ein gutes Netzwerk zeigt Alternativen und Karrierechancen – Mentoren können über die gezielte Nutzung ihres Netzwerks Kontakte herstellen, die sonst nicht entstanden wären.
  • Role Models als Ideengeber: Erfolgreiche Frauen und Männer als erhöhen zugleich das eigene Selbstbewusstsein und zeigen, was möglich ist. Sie bieten Orientierungshilfe und können aus Erfahrung Wege aufzeigen oder abraten, denn nicht alle Fehler müssen selbst gemacht, nicht jeder steinige Weg muss eigens beschritten werden. Erfahrungsaustausch und ein offener Dialog sind hier wertvoll.

So können Mentoring-Programme das weibliche Potenzial effizient und zielgerichtet im Immobilenbereich fördern. Weibliche Fach- und Führungskräfte können berufliche und persönliche Entwicklungsziele schneller erreichen und sind in der Immobilienlandschaft erfolgreicher. Die Ausgestaltung des Programms ist so individuell wie die Teilnehmer und kann von schriftlich festgehaltenen Zielen bis hin zu einem lockeren Austausch reichen – Offenheit und Neugierde inklusive.

Eine Kurzform dieses Beitrags erschien Anfang Oktober auf französisch in der Tageszeitung 24 heures.

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