Lookthrough und BuildingMinds wollen ihre Kräfte mittels Fusionierung bündeln und die führende KI-Plattform für Immobilienentscheidungen werden.
BuildingMinds und Lookthrough haben heute (20. August 2026) ihren Zusammenschluss bekanntgegeben. Ziel sei „die Entwicklung der führenden KI-Plattform für institutionelle Immobilien“, heisst es. Durch die „Fusion zweier komplementärer Unternehmen“ entstehe ein profitables KI-Softwareunternehmen. Dieses werde institutionelle Anleger, Regierungen und globale Technologieunternehmen bedienen und seine Position für weiteres internationales Wachstum stärken.
Fusionierte Unternehmung mit grossem Datenschatz
BuildingMinds ist eine in Berlin ansässige KI-gestützte Datenplattform für das Immobilienportfoliomanagement. Sie automatisiert die Erfassung von ESG-Daten, die Dekarbonisierungsplanung und das Compliance-Reporting für Rahmenwerke wie GRESB, SFDR und die EU-Taxonomie. Die in der EU gehostete, ISO 27001- und SOC 2-zertifizierte Plattform genießt das Vertrauen führender internationaler Immobilienfonds.
Lookthrough bietet eine in Zürich domizilierte Plattform für Immobilien-Entscheidungsanalysen für Investoren, Manager, Bauberater und öffentliche Immobilieneigentümer. Die KI-gestützte Plattform ermöglicht forensische, präventive und prädiktive Dateneinblicke. Die Gebühren sind an messbare Ergebnisse auf Objektebene hinsichtlich Umsatz, Kosten und Risiko gekoppelt. Lookthrough betreut aktuell Kunden in 15 Ländern von Niederlassungen in Zürich, Kopenhagen, Amsterdam und Wien aus.
Gemeinsam verfügen die Unternehmungen nach Eigenaussage „über einen der weltweit grössten Datensätze für institutionelle Immobilien mit KI-gestützten Entscheidungshilfen“. Dieser umfasse mehr als 100.000 Gebäude in 64 Ländern auf sechs Kontinenten.
Marke und Teams bei BuildingMinds bleiben bestehen
BuildingMinds behält seine Marke, seinen Berliner Standort und seine kundennahen Teams. Verträge, Serviceverpflichtungen und der Plattformbetrieb bleiben unverändert. Gleiches gilt für das EU-Hosting und die ISO 27001- und SOC 2-Zertifizierungen des Unternehmens.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, bleibe CEO Marek Sacha während der Übergangsphase in seiner Rolle bei BuildingMinds. Danach werde er dem Vorstand als nicht-exekutives Mitglied beitreten, heisst es. Das fusionierte Unternehmen vereine einen sich ergänzenden Kundenstamm und erweitere so die Reichweite des neu gegründeten Unternehmens auf institutionelle Anleger, den öffentlichen Sektor sowie Technologiepartner.
Attraktiv für Fonds- und Vermögensverwalter
„Gemeinsam betreuen wir in einem profitablen Unternehmen mehr als 100.000 Gebäude“, so Sacha weiter. „Das ist in diesem Markt selten und für Fonds- und Vermögensverwalter, die einen langfristigen Technologiepartner suchen, von entscheidender Bedeutung. Der Zusammenschluss mit Lookthrough ermöglicht es uns, über das reine Reporting hinauszugehen und die Plattform zu werden, auf die sich Kunden verlassen, um täglich bessere Investitionsentscheidungen zu treffen.“
BuildingMinds habe „das Datenproblem der Branche gelöst“, heisst es in der heutigen Medien-Mitteilung. Gemeinsam löse man nun das Entscheidungsproblem in der Immobilienwirtschaft, sagt Sacha. „Durch die Kombination von vertrauenswürdigen ESG- und Betriebsdaten mit KI-gestützter Entscheidungsfindung ermöglichen wir institutionellen Anlegern, schneller und mit größerer Sicherheit zu entscheiden, wo sie als Nächstes investieren.“
Wichtige und relevante Daten für Investitionsentscheidungen
Investoren betrachteten ESG-Berichterstattung nicht mehr nur als Pflichterfüllung. Sie wollten zunehmend verstehen, wie sich Nachhaltigkeitsleistung auf den Vermögenswert und die Rendite auswirkt. Die Frage laute daher nicht mehr: „Welche Emissionen verursacht mein Portfolio?“, sondern: „Wohin soll ich als Nächstes investieren?“ Die kombinierte Plattform von BuildingMinds und Lookthrough verknüpfe „verlässliche ESG- und Betriebsdaten mit Finanzinformationen“, um diese zweite Frage zu beantworten.
Die Schweizer Schindler-Gruppe hatte BuildingMinds im 2019 gegründet (DOMBLICK berichtete) und es in den vergangenen Jahren „erfolgreich als vertrauenswürdige Plattform für institutionelle Immobilien etabliert“, heisst es. Da das aktuelle Geschäft nicht direkt mit Schindlers Kerngeschäften (Aufzüge, Fahr- bzw. Rolltreppen und dazugehörige Dienstleistungen) zusammenhänge, habe man im Konzern entschieden, dass die nächste Wachstumsphase „am besten unter neuer Führung“ unterstützt werde.
Fusion soll im Q4-2026 besiegelt werden
Schindler mit mehr als 67.000 Mitarbeitenden in über 100 Ländern der Welt wolle die nächste Wachstumsphase als grösster institutioneller Anteilseigner von Lookthrough weiter begleiten. Das fusionierte Unternehmen verfüge über die Grösse, die sich ergänzenden Kompetenzen und die Marktreichweite, um in einem sich schnell konsolidierenden Markt erfolgreich zu sein, schreiben die Verantwortlichen bei BuildingMinds.
Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen. Lookthrough und BuildingMinds wollen damit „gemeinsam eine neue Kategorie in der Immobilientechnologie definieren“. KI-gestützte Entscheidungsfindungen sollen vertrauenswürdige Daten in messbare finanzielle Ergebnisse umwandeln.
